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Anguilla anguilla, Flussaal, Gelbaal, Silberaal, Blankaal, Steigaal, Glasaal
100 g Aal enthalten:
281 kcal, 15 g Eiweiß, 24,5 g Fett

wesentlichste Merkmale

Langgestreckter, schlangenähnlicher, vorn drehrunder, hinten seitlich zusammengedrückter, kräftiger muskulöser Körper; Rücken-, Schwanz- und Afterflossen bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum; Zwei kleine Brustflossen, keine Bauchflossen; Dicke, schleimige Haut, in der die winzigen, länglich ovalen, nicht zusammenhängenden Schuppen verborgen sind; Kleine Augen; Färbung bräunlich/schwarz, Unterseite weiß.

Lebensräume

Aale sind in allen Binnengewässern Europas und Nordafrikas verbreitet und werden auch in der Ost- und Nordsee gefangen. Keine Vorkommen gibt es im nördlichen Teil Skandinaviens und Russlands.

Lebensweise

Er bevorzugt Flüsse, Bäche und Seen mit weichem oder schlammigem Grund, in dem er sich gerne eingräbt. Der Boden muss dazu aber frei von Faulgasen sein. In der Dämmerung werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. In Flüssen suchen die Aale Bereiche, in denen das sauerstoffreiche Wasser vorbeiströmt. Sucht sich seinen Platz auch in sehr kleinen Fließgewässern. Ab Oktober such er sich ein Versteck und hält eine Art „Winterruhe” bis späteren Frühjahr.

Nahrung

Die Aale, die in Flussmündungen und im Brackwasser leben, ernähren sich von kleineren Tieren, wie Flusskrebsen, Würmern, Krabben, Insektenlarven etc. , sie sind in der Regel kleiner und spitzköpfiger (Spitzkopfaale) als die reinen Süßwasser oder Flussaale. Letztere ernähren sich von größeren Tieren wie Flusskrebsen, Fröschen, kleinen Fischen und sogar Mäusen. Sie sind schnellwüchsig und breitköpfig und werden als Breitkopf- oder Raubaale bezeichnet.

Größe

Männliche Aale bis 50 cm lang und ca. 0,2 kg schwer, Weibchen dagegen bis 1,50 m lang und teilweise über 6 kg schwer.

Alter

10 bis 15 Jahre, in geschlossenen Gewässern über 50 Jahre

Laichzeit

Der Aal als katadromer Wanderfisch verbringt den größten Teil seiner Jugendzeit mit Süßwasser und wandert zur Fortpflanzung vermutlich (noch nie wurde er dabei beobachtet) in die Saragossasee (Westatlantik), wo die Paarung vermutlich in Tiefen von ca. 3.000 m erfolgt. Die Jungaale erreichen nach einer ein- bis dreijährigen Reise über den Atlantik (Golfstrom) als so genannte Glasaale die europäischen Küsten. Beim folgenden Aufstieg in die Binnengewässer können die 60-90 mm langen Jungaale dank ihren erstaunlichen „Kletterfähigkeiten” auch größere Hindernisse überwinden. Im dritten bis vierten Süßwasserjahr beginnt die Schuppenbildung. Während dieser Wachstumsphase werden die Aale als „Gelbaale” bezeichnet, da die Seiten und der Bauch gelblich gefärbt sind. Nach vier bis zehn Jahren im Süßwasser verwandeln sich die Gelbaale in so genannte Blank- oder Silberaale. Dabei vergrößern sich die Augen, der Kopf wird spitzer, die Haut auf dem Rücken dunkler, der Bauch silber glänzend. Sie stellen mehr und mehr die Nahrungsaufnahme ein, der Körper wird fest und muskulös. Sie bereiten sich für die große Wanderung zurück zu ihren Geburtsort vor. Langsam beginnt nun auch die Entwicklung der Geschlechtsorgane.

Man hat festgestellt, dass sich die Brackwasseraale überwiegend zu Männchen entwickeln, während die Flussaale hauptsächlich zu Weibchen werden.

Küchentipp/Zubereitung

Recht fettiges Fleisch (25 g je 100 g ), daher der „ultimative” Fisch zum Räuchern. Aale aus belasteten Gewässern (z.B. Rhein, Oder, Elbe) sollten Sie nicht essen, er speichert die Schadstoffe im Fettgewebe. Aalblut ist giftig, Vorsicht beim Ausnehmen und Zubereiten. Wenn es in offene Wunden, kann dies zu Lähmungen und Brechreiz führen. Erhitzen (Räuchern oder Braten) macht das Blut ungiftig.

weitere Informationen

Die Hautatmung ermöglicht es ihnen, auch im Schlamm zu überleben, sowie in der Nacht über nasses Gras von einem Gewässer bis zu einem anderen, nahe gelegenen, zu gelangen. Solange die Haut feucht bleibt, kann er ca. 20 Stunden „im Trockenen” überleben. Aale haben eine recht schlechtes Seh- und Hörvermögen, der Geruchssinn ist jedoch hervorragend ausgebildet. Aale können Düfte auch noch in einer Verdünnung von 1:3 Trillionen wahrnehmen — das entspricht einen Tropfen auf die 58-fache Wassermenge des Bodensees. Noch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der Aal häufig in allen deutschen Flüssen anzutreffen. Gewässerverbauungen, der um 1980 aus Ostasien eingeschleppte Schwimmblasenwurm (Anguillicola crassus) und nicht zuletzt der massenhafte Fang der Glasaale an den europäischen Küsten haben den Beständen zugesetzt.

Aal