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Acipenser sturio
100g Stör enthalten:
89,5kcal, 18g Eiweiß, 1,9g Fett

wesentlichste Merkmale

Langer und schlanker Körper, auf der Oberseite grünlichgrau bis braun, gelbliche bis cremefarbige Unterseite, 5 Reihen mit Knochenschilden, der Kopf ist ebenfalls mit Hautknochen besetzt, Rückenflosse mit 30-44 Strahlen, Afterflosse mit 23-30 Strahlen, asymmetrische Schwanzflosse, alle Flossen werden durch Knorpelstrahlen gestützt, kleines unterständiges und zahnloses Maul, dieses kann rüsselartig vorgestülpt werden, am Unterkiefer 4 Barteln.

Lebensräume

Das Verbreitungsgebiet des atlantischen Stör reichte von der Ostatlantikküste über Nordskandinavien bis Marokko, es gab ihm im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Seine Laichwanderung führte in Rhein, Elbe und Oder jeweils bis in die Oberläufe. Noch in den zwanziger Jahren wurde ein Stör in der Vechte gefangen. Heute beschränken sich die Vorkommen auf das Schwarze Meer und dessen Zuflüsse (vor allem Donau-Delta).

Lebensweise

Wenig bekannt, wie soll man einen Fisch erforschen, der so gut wie ausgestorben ist?

Nahrung

ernährt sich von Krustentieren, Schnecken, Würmern und kleinen Fischen

Größe

Durchschnittliche Längen von reichlich einem Meter, dann ca. 50kg schwer, wird bis zu 3m lang und um die 300kg schwer (nur Rogner).

Alter

ca. 60 Jahre

Mindestmaß und Schonzeit

Der „gemeine” Stör, auch echter oder atlantischer Stör genannt, gilt in Deutschland seit etwa den 30ern Jahren des vergangenen Jahrhunderts als verschollen oder gar ausgestorben. Bis etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein war diese Fischart ein bedeutender Teil der heimischen Fischfauna. Der Gemeine Stör Acipenser sturio als aussterbende Art wird international in der New Yorker Artenschutzkonvention (IUCN) und im Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES), sowie in der Prioritätenliste Artenschutz der EG geführt.

Laichzeit

Der Stör steigt im Februar/März beginnend zum Laichen in die Flüsse auf, von Mai bis August laicht er dann in ruhigen, tiefen Flussabschnitten über Kiesgrund. Nach dem Laichen kehrt er sofort wieder in das Meer zurück. Je Rogner werden bis zu 1 Mill. Eier gelegt, die grau/braunen Eier kleben an Steinen fest und nach ca. einer Woche schlüpfen die Jungfische. Sie wachsen recht langsam (20cm nach einem Jahr) und lassen sich beständig flussab treiben. Mit einem Alter von 2 bis 3 Jahren (dann ca. 45cm groß) wandern sie in das Meer ab. Neben den Vorkommen am Schwarzen Meer gibt es nur einen einzigen Fluss in Europa, in den Störe zum Laichen aufsteigen. Durch Besatz und künstliche Erbrütung gelang es französischen Biologen, diesen in der Gironde wieder anzusiedeln.

weitere Informationen

Die Ursachen für sein Verschwinden in Deutschland sind eindeutig. Schon im 19.Jahrhundert, als die Störfischerei aus den genannten Gründen zum Erliegen kam, wurde erfolglos versucht, den Stör künstlich zu vermehren. Diese Versuche werden auch heute unternommen. Durch Überfischung, Gewässerverbauung und Gewässerverschmutzung ist er heute nahezu ausgestorben. Leider nur noch historisch - Stör aus der Ostee.

Weltweit gibt es knapp 30 Störarten. So gibt es im Kaspischen Meer und dessen Zuflüsse (vor allem im Wolga-System) den „Weißen Stör”. Verbreitet ist dieser bis nach China. Er steht heute unter strengen Schutz, da er seit dem Ende des 19.Jahrhunderts rücksichtslos gefangen wurde. Der begehrte Kaviar (russisch: ikra) war schuld.

Hausen (Gattung Huso), der Europäische Hausen oder Beluga (Huso huso) lebt als Wanderfisch in der Adria sowie im Schwarzen und Kaspischen Meer. Früher war dieser Riesenfisch in der Donau sehr häufig und wurde sogar in Bayern gefangen. Die gewaltige Größe über 8m bei Gewichten bis zu 1,5t wird oft als Übertreibung abgetan, immerhin sind Hausen von 5m und 1200kg belegt. Der Sibirische Hausen (Huso dauricus) erreicht als Süßwasserbewohner des Amur maximale Länge um 5m.

Die Kaviarproduktion zur rücksichtslosen Verfolgung aller Störe, hat vor allem der Rogen der laichreifen Weibchen beigetragen, der zu Kaviar verarbeitet wird. Den besten Kaviar, den »Beluga«, liefert der Hausen. Ein Stör von 210kg Gewicht liefert etwa 45kg Kaviar, ein Hausen von 1230kg sogar bis zu 250kg. Das sind allerdings seltene Ausnahmen. Heute werden am Kaspischen Meer durchschnittlich 15-18kg schwere Störe (Alter 10-15 Jahre) gefangen, die 3-4kg Kaviar erbringen.

„Deutscher Kaviar” wird aus Seehasen-Rogen, der „Industrie”- oder „technische Kaviar”, der an der Europäischen Atlantikküste als Fischköder dient, aus Dorschfisch-Rogen hergestellt. Der wohlschmeckende „Keta”- oder „Rote Kaviar” wird in den USA aus dem Rogen der pazifischen Keta-Lachses zubereitet.

atlantischer Stör