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Gadus morhua, Kabeljau
100 g Kabeljau enthalten:
81 kcal, 16,9 g Eiweiß, 0,6 g Fett

wesentlichste Merkmale

Drei Flossen, einen Bartfaden, zwei Afterflossen, marmoriertes Aussehen, Körper von dunklen Flecken überzogen. Hat ein großes Maul mit vielen kleinen Zähnen und einen Bartfaden an der Unterlippe. Die Grundfarbe der verschiedenen Dorscharten kann je nach Lebensraum stark variieren. So findet man in Seegrasregionen graugrüne bis olivgrüne Exemplare (Seegrasdorsche), in Algengebieten rötliche bis goldbraune (Rotdorsche) und in sandigen Zonen graue und sandfarbene Fische (Sanddorsche).

Lebensräume

nördliches Atlantik von Amerika bis Island, europäische Westküste, Nord- und Ostsee (hier mehrere lokale Rassen), selten in der östlichen Ostsee (zu geringer Salzgehalt)

Lebensweise

Der Dorsch ist ein Schwarmfisch und hält sich in Wasserschichten von 5m — 600m Tiefe auf, bevorzugt werden dabei Wassertiefen von 30 bis 90m. Er hält sich in der Grundregion auf, wo er auch auf Nahrungssuche geht. Bevorzugt werden Wassertemperaturen von 2 bis 10°C.

Nahrung

Muscheln, Würmer, Krebse, kleine Fische

Größe

die Durchschnittsgrößen liegen bei 60 cm bis 80 cm, mittlere Gewicht um die 2 kg, Längen bis 180 cm und Gewichte bis zu 55 kg sind möglich.

Alter

Der Dorsch wird 15 Jahre alt

Mindestmaß und Schonzeit

finden sie, geordnet nach Bundesland, unter Gesetze. In den Niederlanden 36 cm, in Dänemark 40 cm (Nordsee) bzw. 35 cm in der Ostsee.

Laichzeit

Februar/März, der Dorsch kommt zum Laichen in Küstennähe. Ausgewachsene Rogner können bis zu 9.000.000 Eier haben, die einen Durchmesser von bis 1,5 mm haben. Durch eingelagerte Öltropfen schweben diese bis zum schlüpfen der Brut (2 bis 4 Wochen) frei im Wasser.

Küchentipp/Zubereitung

Das weiße Fleisch ist mager und sehr gut im Geschmack. Es kann sehr vielfältig zubereitet werden, am einfachsten ist braten oder dünsten.

Weitere Informationen

Der Kabeljau (in Norwegen heißt er Torsk, daher Dorsch) ist einer der bekanntesten Meeresfische. Er ist besonders im Nordatlantik in verschiedenen Stämmen verbreitet. Die zwei Hauptbestände sind die wandernde ozeanische und die stationäre Küstenrasse. Der Küstendorsch ist ein typischer Grundfisch, während die ziehende Rasse pelagisch lebt und weite Wanderungen unternimmt.

Dorsch ist nicht nur eine Delikatesse, sondern auch „Medizin”. Früher sprach man ihm aufgrund seines hohen Vitamingehaltes (Vitamin A und D) wundersame Heilkräfte zu, heute wird er in der pharmazeutischen Industrie als Stärkungsmittel verwendet. Die Dorschleber war es auch, die der norwegische Apotheker Peter Möller als Grundlage für Lebertran verwendete. In den 50er Jahren war Lebertran ein beliebter Vitaminspender für Kinder mit Vitaminmangel.

Der Dorsch aus dem Nordatlantik, auch der vor der norwegischen Küste, ist oft von Nematoden befallen.

Der Name „Dorsch” bedeutet Dörrfisch. Schon bei den Wikingern hatte getrockneter Kabeljau als Nahrungsmittel und Handelsware große Bedeutung. Bei den nordischen Völkern, insbesondere den Norwegern, ist er es heute noch. Dort kann man Dorsche sehen, die über Stangen hängend (Stockfisch) oder auf den Klippen ausgelegt (Klippfisch) in der Luft trocknen. Das Aufschneiden, Salzen und trocknen ist eine der ältesten bekannten Methoden zur Konservierung von Fisch. Stock- und Klippfisch werden vor allem in südliche Länder exportiert, wo der Kabeljau in dieser Angebotsform lange haltbar ist. Vor dem Kochen wird der Fisch gewässert, damit er wieder Feuchtigkeit aufnimmt und wie frischer Fisch verarbeitet werden kann.

Und was überhaupt ist denn nun der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau? Normalerweise wird der Jungfisch als Dorsch bezeichnet, der adulte (geschlechtsreife) Fisch als Kabeljau. Nur in der Ostsee ist es üblich, immer von Dorsch zu sprechen. Diese Praxis hat sich in den letzten Jahren unter Anglern aber auch für die Nordsee und den Atlantik durchgesetzt.

Bild vom Dorsch