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Seefisch in der Ernährung

Gleich zweimal haben in jüngste Zeit Mediziner dem Konsumenten mehr Seefisch im Speiseplan verschrieben. Der Grund: Sie haben erneut bestätigt gefunden, dass Fischesser besser vor Knochenerkrankungen und Rheumaschmerzen gefeit sind. Meeresfische dagegen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die in der Lage sind, die schädliche Arachidonsäure aus den Körperzellen zu verdrängen und so das entzündliche Rheuma bekämpfen. Wer mehrfach wöchentlich Seefisch-Mahlzeit zu sich nimmt, kann – so die Münchner Studie – die Schmerzen reduzieren und allein dadurch auf ein Viertel der Rheuma-Medikamente verzichten. Forscher der Universität Boston (USA) entdeckten, das Menschen, die wenig Vitamin D aufnehmen, dreimal so häufig schmerzhafte Knieentzündungen bekommen wie Menschen mit ausreichender Vitamin D zufuhr.

Wer viel Seefisch isst, tut auch gleichzeitig seinen Knochen was Gutes. Denn er enthält besonders viel Vitamin D, das für die Bildung und Stabilerhaltung der Knochen gebrauch wird. Es schützt außerdem gegen Rachitis bei Heranwachsenden und Knochenverkalkung (Osteoporose). Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mehrfach pro Woche Vitamin D reichen Seefisch zu essen. Dazu gehören u. a. Hering, Makrele, Lachs, Scholle, Rotbarsch und Thunfisch.

Power aus Hering und Makrele

Natürlich bringt das Fett als Brennstoff auch Power für den Körper. Dabei sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren beispielsweise aus Hering und Makrele den gesättigten Fettsäuren, wie sie in den anderen tierischen Produkten vorkommen, vorzuziehen, meinen moderne Mediziner und Ernährungswissenschaftler. Das Fett, das fit macht, das Fett auf dem Meer, unterliegt dabei keinerlei Beschränkungen. Dazu Professor Kasper: „Hoher Fettverzehr begünstigt die Entstehung von Dickdarmkrebs”. Diese Aussage bezieht sich jedoch ausschließlich auf die Fette von Schlachttieren und auf pflanzliche Fette (gesättigte Fettsäuren bzw. Fette mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten bzw. Omega -6-Fettsäuren). Ausschließlich die im Fisch reichlich vorkommenden Omega-3-Fettsäuren wirken diesem negativen Effekt entgegen.

Fisch – das leichte Protein

Immer mehr modere Genießer stellen ihre Ernährung „auf leicht” um. Früher, als noch wirklich harte körperliche Arbeit den Alltag bestimmte, war es nötig sich möglichst fettreich zu ernähren und das bedeutete auch oft fleischreich. Heuet ist das nicht mehr notwendig. Denn immer mehr Menschen Arbeiten in Sitzen, am Schreibtisch oder Computer, und sie müssen dabei ihren Kopf gebrauch als mit den Muskeln. Wir benötigen also leichtes Protein (Eiweiß), das den Geist mobil macht. Ernährungswissenschaftler fordern uns immer wieder auf, umzudenken.

Denn vielfach essen wir heute noch immer so, als müssten wir jeden Tag ein Feld Pflügen, auf Großwildjagt gehen oder schwere Steine schleppen. Aber die meisten, die heute im Berufsleben stehen, arbeiten viel mehr mit dem Kopf als mit den Muskeln. Nur unsere Ernährung hat sich auf diese Verhältnisse noch nicht eingestellt. Viel weniger und besseres Fett (Omega-3-), Kohlenhydrate für die Energiezufuhr und ganz besonders wertvolle, leicht verfügbare Proteine sollte unser Speiseplan enthalten. Denn die Eiweiße sind Bausteine für das Gehirn und Informationsspeicher, mit ihrer Hilfe verständigen sich die Nervenzellen, aus ihnen bildet unser Körper Schutzsubstanzen gegen stress, sie steidern unsere Leistungsfähigkeit.

Schnell wieder fit

Da ist Gutes aus Meeren und Flüssen die erste Wahl. Fisch enthält alle essentiellen Aminosäuren, das sind die Bausteine der Proteine, und zwar in einer für den Körper besonders leicht verfügbaren Form. Denn Fisch hat einen sehr geringen Bindegewebsanteil, das macht sein Eiweiß so besonders verdaulich. Ohne viel Aufwand gelangt es schnell ins Blut und damit dorthin, wo es gebraucht wird. Deswegen belastet es den Körper nicht, macht nicht müde, sondern gleich wieder fit.

Nichts ist so gut für den Geist wie Fisch und Meeresfrüchte. Das ahnte man schon in früheren Zeiten, in denen der feine Fang aus Flüssen und Meeren den Adligen oder den Herrschaften vorbehalten war. Sie mussten nicht hart arbeiten, wollten aber schmackhaft und zugleich leicht schlemmen. Heutzutage haben wir diese standesgrenze nicht mehr – jeder hat die Möglichkeit, Fisch und Meeresfrüchte jeden Tag zu genießen.

Fisch und Gemüse

Ganz modern und besonders empfohlen wir die Kombination von Gemüse und Fisch. Viele, die heute hauptsächlich vegetarisch essen, also vor allem Obst und Gemüse, bevorzugen Fisch als wertvolle und leckere Proteinergänzung zu ihrer Ernährung. Fisch und Gemüse, das ist so ziemlich das Beste an gesunder Qualität, was man heute zu sich nehmen kann. Denn Gemüse macht ruhig und ausgeglichen, Fisch aktiviert und macht munter.

Ein Blick in die Speisekarten der Mittelmeer-Länder, in denen wesentlich weniger Probleme mit Herz und Kreislauf gibt, zeigt, dass dort viel Gemüse und Fisch gegessen wird. Ob es in der südfranzösischen Küche ist, in der italienischen oder griechischen Küche, überall ist Gutes aus dem Meer und frisches Gemüse die Kombination erster Wahl. Frischer Salat mit fisch ist ein wahrer Hochgenuss, dabei kann der Fisch geräuchert, gebraten oder gedünstet, kalt und mit einer Marinade verfeinert den Salat krönen. Ein leckeres Rezept für unsere modere Lebensweise.